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Forschung: Schlangengifte als Vorbild für neue Gerinnungshemmer Mit
Hilfe von Schlangengiften untersuchen Berner Forschende die
Blutplättchen, die bei der Bildung von gefährlichen Blutgerinnseln eine
zentrale Rolle spielen. Fernziel ist die Entwicklung von spezifischen
Medikamenten, welche die Blutgerinnung nicht beeinträchtigen. Schweiz: Fünfjähriges Moratorium für GVO in der Landwirtschaft Während
der nächsten fünf Jahre soll die Landwirtschaft keine gentechnisch
veränderten Organismen (GVO) freisetzen dürfen. Mit 13 zu 12 Stimmen
hat die Wissenschaftskommission (WBK) des Nationalrates dieses
Moratorium beschlossen. Schweiz: Stammzell-Symposium zu Medizin, Ethik und Recht Mit
Fragen der Stammzellforschung hat sich am 30. Mai ein Symposium an der
Frauenklinik Basel auseinandergesetzt. Gut hundert Teilnehmerinnen und
Teilnehmer fanden sich zu Vorträgen und Diskussionen zur Gegenwart und
Zukunft der Stammzellforschung ein. Am Anschluss an die Tagung fand ein
öffentliches Forum statt. Schweiz: SWTR fordert Offensive zur Förderung der Forschung Der
Schweizerische Wissenschafts- und Technologierat (SWTR) schlägt ein
„Neun Punkte Programm zur Förderung von Wissenschaft und Technologie in
der Schweiz“ vor. Der SWTR ist das beratende Organ der Regierung in
allen Fragen der Wissenschaft und Technologie. Er setzt sich zusammen
aus 13 Mitgliedern des wissenschaftlichen Lebens der Schweiz. EU-Parlament streicht weitgehend Auflagen zur Embryonenforschung Forschung mit menschlichen Stammzellen und Embryonen kann künftig ohne strikte Auflagen mit EU-Mitteln gefördert werden.
2002-05-29 Online-Bibliothek für Naturwissenschaft und Technik gestartet Mit
der neuen digitalen Bibliothek GetInfo schafft das deutsche
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) einen schnellen
Zugang zu wissenschaftlichen Informationen aus allen Bereichen der
Naturwissenschaft und Technik.
EU Stammzellenforschung: Deutschsprachige Länder und Grossbritannien als Extreme Die
„Europa-Studien“ haben eine Studie über die Gesetzgebung im Bereich
Stammzellenforschung in den EU Mitgliedstaaten veröffentlicht. Die
ländervergleichende Analyse kommt zum Schluss: Deutschland und
Österreich sind mit Abstand die Länder mit der restriktivsten
Gesetzgebung, während Grossbritannien das liberalste Land ist. Die
Studie hebt die Schwierigkeiten der EU-Mitglieder hervor, sich auf eine
einheitliche Regelung im Stammzellenbereich zu einigen. Schweiz: Embryonenforschungsgesetz (EFG): Eröffnung der Vernehmlassung am 22. Mai 2002 Das
EFG soll die gesetzlichen Lücken füllen, die heute im Bereich der
Embryonenforschung existieren. Zu regeln ist vor allem der Umgang mit
überzähligen Embryonen, die durch In Vitro Fertilisation (IVF)
entstehen können sowie die Frage, ob die Schweiz zukünftig die
überzähligen Embryonen dazu verwenden darf, um embryonale Stammzellen
herzustellen. Des weiteren soll das neue Gesetz regeln, ob die Schweiz
den Import von ausländischen embryonalen Stammzellen zulässt. Nach
heutiger Regelung ist die inländische Herstellung von embryonalen
Stammzellen verboten. Nicht verboten ist aber der Import von
embryonalen Stammzellen, da die Stammzelle nicht unter den
Embryonenschutz fällt. Zehn populäre Mythen über die Grüne Gentechnik Die
Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden-Württemberg hat im
Auftrag der EU eine Studie über die Einstellung und Akzeptanz der
Grünen Gentechnik (gentechnisch veränderte Produkte im
Lebensmittelbereich) durchgeführt. Resultat: Die meisten Vorstellungen
von PolitikerInnen und WirtschaftsvertreterInnen über die Einstellung
des Volkes zur Grünen Gentechnik sind falsch. Interessanterweise sind
die Ergebnisse der Parallelstudien, die in Italien, Frankreich, Spanien
und Grossbritannien durchgeführt wurden sehr ähnlich. Die überwiegende
Mehrheit der Bevölkerung lehnt gentechnisch veränderte Lebensmittel
nicht per se ab. Auf Widerstand stösst vielmehr der Kommunikationsstil
der Behörden und der Industrie. Die BürgerInnen fühlen sich nicht
ausgewogen informiert und bemängeln, dass sie nicht in den
Entscheidungsprozess miteinbezogen werden. Europa: Stammzellen: Beratergruppe für ethische Fragen (EGE) empfiehlt die Patentierung veränderter humaner Stammzellen Die
Beratergruppe für ethische Fragen im Bereich der Wissenschaft und der
neuen Technologien (EGE) hat am 7. Mai 2002 dem Kommissionspräsidenten,
Roman Prodi, ihre Stellungnahme überreicht. Die EGE spricht sich für
die Patentierung von humanen Stammzellen aus, sofern diese verändert
wurden. Nur unter der Voraussetzung der Veränderung kann man von einer
Erfindung sprechen, die damit auch patentierbar ist, was aber nicht für
Stammzellen zutrifft, die „nur“ isoliert und kultiviert wurden.
Unveränderte Stammzellen sind lediglich Entdeckungen von natürlichem
Biomaterial, das auch in der Schweiz nicht unter das Patentgesetz
fällt.
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